Als gutes Beispiel voran gehen

NRW-Familienministerin zu Besuch bei der VR-Bank Nordeifel eG
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Fokus zu rücken ist das Ziel von NRW-Familienministerin Christina Kampmann. Zusammen mit Vertretern des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport und einiger Medien besuchte sie drei Unternehmen, die sich durch innovative Ansätze für Vereinbarkeit von Familie und Beruf auszeichnen. Eines davon war die VR-Bank Nordeifel eG, die beispielhaft für mittelständische Unternehmen ausgewählt worden war. Ministerin Kampmann: „Wir möchten solche Unternehmen zu Multiplikatoren machen, die als gutes Beispiel voran gehen.“ Beim Besuch in der Blankenheimer Filiale der Genossenschaftsbank begeisterten Vorstand und Mitarbeiter die Ministerin mit einem breiten Spektrum familienfreundlicher Maßnahmen von Vertrauensarbeitszeit über Jobsharing und Heimbüro bis zur Familiengenossenschaft. „Besonders interessant finde ich, dass Sie Väter ermutigen, in Elternzeit zu gehen“, sagte die Familienministerin, die jetzt eine Väterkampagne starten will, um mehr Väter für die Kinderbetreuung zu motivieren. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Thema, das uns nicht nur als Unternehmen, sondern auch in der gesamten Region betrifft“, erklärte Wolfgang Merten vom Vorstand der VR-Bank Nordeifel eG. Die Genossenschaftsbank habe als Arbeitgeber im ländlichen Bereich früh erkannt, wie wichtig familienfreundliche Arbeitszeitmodelle sind, um Mitarbeiter zu halten oder zu gewinnen. „Das Bankgeschäft ist ein Menschengeschäft. Sie sind unser Haupterfolgsfaktor“, pflichtete Mark Heiter, Vorstandsmitglied der VR- Bank Nordeifel eG, bei, „deshalb müssen wir uns in der Region bedürfnisorientiert aufstellen. Wenn sich Probleme ergeben, reagieren wir mit innovativen Lösungen.“ Damit entspricht die Genossenschaftsbank dem Prioritätenwandel in der Gesellschaft. Christina Kampmann: „Für junge Familien ist es bei der Wahl des Arbeitsplatzes heute wichtiger, ihren Job mit dem Familienleben vereinbaren zu können, als Karriere zu machen und viel Geld zu verdienen.“ Angeregt verlief ein Gespräch mit Willi Gerhards, der als Mitarbeiter der VR-Bank Nordeifel eG eine Bankfiliale in seinem Privathaus in Dreiborn einrichten konnte. „So kann ich meine Kinder aufwachsen sehen“, sagte er. Auch Oliver Könn aus der Kreditabteilung in Blankenheim ist froh über seinen Heimarbeitsplatz. Ebenso wie 48 seiner Kollegen hat er die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten und gleichzeitig in der Nähe seiner Familie zu sein. Aus diesem Grund habe er sich vor fast 15 Jahren für den Arbeitsplatz in der Eifel entschieden, zu dem er nun an vier Tagen pro Woche aus Bedburg pendele. Oliver Könn weiß aber auch darüber hinaus die Flexibiliät seines Arbeitgebers zu schätzen: „Als meine Mutter plötzlich pflegebedürftig wurde, konnte ich mir eine Woche Zeit nehmen, um meinen Vater zu unterstützen“, erzählte er. Neben der VR-Bank Nordeifel eG besuchte Ministerin Kampmann auf ihrer Reise auch das international agierende Unternehmen Henkel in Düsseldorf sowie das Kölner Startup-Unternehmen Fond of Bags. Die drei Unternehmen seien hervorragende Beispiele dafür, wie familiäre Aufgaben und berufliche Pflichten mit guten Ideen in Einklang gebracht werden können. „Ich möchte mich dafür einsetzen, dass diese Angebote bei uns Schule machen.“ „Das ist nichts, was die Politik verordnen kann, sondern was wir gemeinsam umsetzen und leben müssen“, sagte sie mit Blick auf die Rolle der Genossenschaftsbank als Multiplikator für eine familienfreundliche Unternehmenskultur. Kampmann: „Es ist schön, dass es in einigen Unternehmen schon so gut funktioniert – und hier ganz besonders.“ (st)

NRW-Familienministerin Christina Kampmann mit Wolfgang Merten (l.) und Mark Heiter (r.) vom Vorstand der VR-Bank Nordeifel eG. Foto: Tucholke

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