Unternehmen halfen der GenoEifel

Die Generationengenossenschaft war eine von 16 Organisationen und Einrichtungen, die von Unternehmen beim Wirtschaftsaktionstag des Kreises Euskirchen unterstützt wurden
Kall-Keldenich/Schleiden-Bronsfeld – Im Kreis Euskirchen fand zum zweiten Mal der Aktionstag der Wirtschaft statt. 29 Unternehmen unterstützen 25 Projekte in 16 Einrichtungen oder Organisationen. Einer dieser Organisationen, denen geholfen wurde, war die GenoEifel eG – die Generationengenossenschaft.
Gleich mehrere Unternehmen hatten dem im vergangenen Jahr gegründeten Hilfe-Helfer-Netzwerk angeboten, es zu unterstützen. So war die Firma Papstar, genauer gesagt Claus Mielich aus dem Gebäudemanagement des Unternehmens, den ganzen Tag im Garten von Marion Neumann in Keldenich beschäftigt. Den Rasen hatte er schon früh gemäht und die Ränder fein säuberlich freigeschnitten.
„Jetzt gleich habe ich aber noch eine schwere Aufgabe für Sie: Der Wacholder drückt gegen den Zaun, können Sie da was machen?“, fragte Neumann. Für Mielich kein Problem, denn der Einsatz, für den ihn Papstar für einen Tag freistellte, war eine Rückkehr in seine eigene Vergangenheit: „In meinem ersten Leben habe ich Gärtner gelernt.“
Papstar hat Marion Neumann aber noch mehr geholfen: Damit der Grasschnitt die Witwe nicht belastet, hat das Unternehmen Biotonnen für den Einsatz gestellt. Vor drei Jahren ist Marion Neumanns Ehemann gestorben, seitdem wächst ihr die Arbeit im Garten über den Kopf. Mit diesem Problem hat sie sich an die Generationengenossenschaft gewandt: „Es ist gut, dass es die GenoEifel gibt.“
Zum gleichen Schluss kommt auch Maria Menzenbach. Die 92-Jährige aus Bronsfeld spielt für ihr Leben gerne Gesellschaftsspiele. Doch ihr fehlt es an Spielpartnern, ihr Mann ist vor 17 Jahren gestorben. „Die Enkel und Urenkel spielen, wenn sie zu Besuch sind, mit mir und fragen immer: Oma, hast du etwas Neues?“
Die sowohl geistig als auch körperliche topfitte Seniorin freute sich beim Aktionstag der Wirtschaft des Kreises Euskirchen auf den Besuch von Damian Meiswinkel, Manager des Projekts „Wanderwelt der Zukunft“ bei der Nordeifel Tourismus GmbH. Die beiden spielten unter anderem das Anlegespiel „Triominos Deluxe“. Auch „Wort & Fort“ hatte Menzenbach bereit gelegt. Mit ihrem Mann hat sie immer gerne „Scrabble“ gespielt, wie sie berichtet.
Mitglied der GenoEifel ist sie seit Anfang des Jahres. „Die Papiere hatte ich mir bereits im Herbst vergangenen Jahres geholt“, berichtete Menzenbach.
Auch weitere Einsätze für die GenoEifel gab es, etwa eine Einkaufsbegleitung und ein Gesellschaftleisten in Schleiden, Gesellschaftsspiele spielen in Kall, Hilfe im Umgang mit dem Handy in Dreiborn, Hilfe im Umgang mit dem PC in Olef und Wechsel von Glühbirnen und Festschrauben von Lampengläsern in Scheven.
pp/Agentur ProfiPress

Damian Meiswinkel von der Nordeifel Tourismus GmbH spielte in Bronsfeld mit Maria Menzenbach Gesellschaftsspiele. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Claus Mielich, Mitarbeiter bei Papstar, kümmerte sich um den Garten von Marion Neumann in Keldenich. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

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